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Portraits Beratungsstellen Freiburg: Lebenshilfe Breisgau


Lebenshilfe Breisgau: Miriam Flesch, Alina Zimmer und Linda Scholer

Freiburg, im März 2018

Zur Person

Name: Alina Zimmer
Aufgabenbereich: Familienunterstützender Dienst
Bei der Lebenshilfe Breisgau tätig seit: Oktober 2017




Zur Person

Name: Linda Scholer
Aufgabenbereich: Familienunterstützender Dienst
Bei der Lebenshilfe Breisgau tätig seit: Oktober 2016






Zur Person

Name: Miriam Flesch
Aufgabenbereich: Familienunterstützender Dienst
Bei der Lebenshilfe Breisgau tätig seit: Juli 2016


Zum Thema Lebenshilfe Breisgau

Sie arbeiten bei der Lebenshilfe Breisgau für den Familienunterstützenden Dienst. Können Sie Ihren Aufgabenbereich kurz skizzieren?
Alina Zimmer: Unsere Arbeit beinhaltet zwei Schwerpunkte. Zum einen die Beratung von Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen zu unterschiedlichen Themen wie Pflegeversicherung, Schwerbehindertenausweis und Eingliederungshilfe. Im Zusammenhang mit diesen Themen unterstützen wir auch bei Anträgen und Widersprüchen.

Linda Scholer: Unser zweiter Schwerpunkt ist die Vermittlung von Assistent_Innen an unsere Kund_Innen. Das sind ehrenamtlich Tätige, die ganz individuelle Unterstützung im Alltag oder bei besonderen Anlässen leisten. Das kann zum Beispiel Unterstützung in der Freizeitgestaltung sein oder Begleitung zu Therapien.

Welche der Aufgabenbereiche werden am meisten nachgefragt?
Miriam Flesch: In der Regel melden sich die Familien für ein erstes Beratungsgespräch bei uns. Viele Familien wissen nicht welche Leistungen ihnen zustehen und wie sie diese beantragen können. In diesem Prozess unterstützen und begleiten wir die Familie. Im Vordergrund stehen zu Beginn in den meisten Fällen die Themen Pflegeversicherung und Schwerbehindertenausweis.

Können Sie Beispiele nennen, wie die Unterstützung einer Familie mit einem behinderten Kind aussehen kann?
Alina Zimmer: Die Unterstützung einer Familie mit einem Angehörigen mit Behinderung ist sehr individuell und orientiert sich am Bedarf der Familie und der Menschen mit Behinderung.

Linda Scholer: Oftmals geht es darum, Freizeitaktivitäten mit den Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen zu unternehmen. Was konkret unternommen wird, besprechen die ehrenamtlich Tätigen mit den Familien und Kund_Innen. Begleitungen zu Therapien, zum Sportverein oder zu einem Freizeitangebot der Gemeinde gehören genauso zu den möglichen Aufgaben, wie das Einüben von selbstständigen Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder die Begleitung in die Disco oder ins Kino.

Miriam Flesch: Die Einsätze der ehrenamtlich Tätigen bieten den Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, ihre Freizeit selbstständiger zu gestalten und mit Menschen außerhalb der Familie in Kontakt zu sein. Für die Familien bedeuten die Einsätze eine Unterstützung im Alltag und in der zum Teil aufwendigen Pflege ihres Angehörigen mit Behinderung.

Die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen wird häufig von unterschiedlichen Trägern geleistet. Auf welche Schwierigkeiten treffen Eltern und wie können Sie da helfen?
Linda Scholer: Oft wissen die Familien nicht von welchem Träger sie eine Leistung bzw. Unterstützung erhalten können und wie das Leistungsspektrum aussieht. Wir können die Familie informieren welche Möglichkeiten es gibt und dann an passende Leistungsträger weitervermitteln.

Miriam Flesch: Häufig wissen die verschiedenen Träger die innerhalb einer Familie Unterstützung leisten nichts voneinander. In diesen Fällen können wir, mit dem Einverständnis der Familie, Kontakt zu den anderen Trägern aufnehmen und uns austauschen. So kann der Familie die bestmögliche Unterstützung geboten werden.

Was ist Ihre Beratungsphilosophie?
Alina Zimmer: Um gezielt helfen zu können, klären wir zunächst ab, in welchen Themen die Beratung gewünscht wird. Da sich unsere Kund_Innen mit ganz individuellen Anliegen an uns wenden, hören wir uns ihre Situation an und schauen dann gemeinsam, wie wir helfen können.

Sie beraten Familien, die z.B. durch die Behinderung ihres Kindes vor großen Herausforderungen stehen. Was bedeutet die Arbeit für Sie persönlich?
Alina Zimmer: Mir ist es ein Anliegen, dazu beizutragen, dass Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gemeinschaft teilhaben können. Mich freut es, wenn ich eine Assistenzperson für jemanden vermittelt habe und es dem Menschen mit Behinderung durch unsere Unterstützung ermöglicht wird, in die Gesellschaft inkludiert zu werden, in dem die Person zum Beispiel an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen kann.

Linda Scholer: Ich freue mich immer, wenn die Vermittlung eines ehrenamtlich Tätigen in eine Familie langfristig funktioniert und die Chemie zwischen allen Beteiligten stimmt. Für die Kund_Innen und Kunden ist es eine große Bereicherung, wenn sie durch die erfolgreiche Vermittlung ihre Freizeit selbstbestimmter gestalten können und es ihnen ein Stück weit Unabhängigkeit von der Familie ermöglicht.

Miriam Flesch: Gleichzeitig ist es für mich immer eine schöne Erfahrung, wenn ich Familien mit einem konkreten Anliegen weiterhelfen kann und sie durch die Einsätze von ehrenamtlich Tätigen in der Begleitung ihres Angehörigen mit Behinderung auch wieder etwas Zeit für sich selbst haben.

Wir danken für das Gespräch!



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